Bohrbeginn im Eduardschacht

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Bohrbeginn im Eduardschacht_2Vor fast 25 Jahren haben Bergmänner des EBV den Eduardschacht und andere Schächte des Aachener Steinkohlenreviers mit Beton verfüllt. Einige bis zur Sohle der Schächte, andere erhielten eine Art Stopfen, der sie zur Erdoberfläche hin dauerhaft verschloss. Damals hat niemand daran gedacht, dass diese Verschlüsse noch einmal geöffnet würden; die untertägigen Grubengebäude schienen auf ewig verschlossen.

Anders ist dies beim ehemaligen Anna II-Schacht Eduard, der mitten im Außengelände des Alsdorfer Energie-Erlebnis-Museums ENERGETICON liegt: Hier soll das warme Wasser, dass sich in den letzten 25 Jahren im Schacht gesammelt hat, als besondere Form der Erdwärmequelle zur Gewinnung von Raumwärme für das Museum genutzt werden.

Die ursprüngliche Planung, die Wärmesonde durch eine vorhandene ehemalige Hauptentgasungsleitung durch den Betonstopfen in das warme Wasser im Schacht zu führen war nicht umsetzbar. Ein in technischen Unterlagen nicht dokumentierter , massiver Verschluss dieser Leitung machte diese Lösung unmöglich. Die ENERGETICON gGmbH als Projektträger des Grubenwasserthermieprojektes GrEEN muss daher einen neuen Zugang für die Sonde durch den über 150 Meter mächtigen Betonverschluss des Schachtes herstellen lassen.

Hierzu ist mächtiges Bohrgerät und jede Menge Erfahrung nötig. Die münsterländische Firma Daldrup verfügt über beides. Sie führt die Bohrung aus. Der Mann am Bohrgerät ist Dimitri Bergen. Mit der Gelassenheit des erfahrenen „Drillers“ wird er sich in den nächsten zwei bis drei Wochen durch den Betonpfropfen hindurch arbeiten.

Bohrbeginn im Eduardschacht_3

Nach langen und komplizierten technischen und rechtlichen Vorbereitungsarbeiten  dreht sich nun endlich der Bohrer im Eduardschacht des ENERGETICON.