„Kohleglut“ übergeben

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Kohleglut_2Vor wenigen Tagen lagerte die Kohle noch 1.200 Meter tief im Boden der Stadt Bottrop. Nun liegt sie als weitere künstlerische Installation in der Außenausstellung, im so genannten „Skulpturenpark Energie“ des ENERGETICON, nahe dem „Elementebaum“ des niederländischen Künstlers Egidius Knops. Die letzte noch aktive Zeche des Ruhrgebiets, Prosper-Haniel, mit deren Stilllegung im Dezember dieses Jahres der Deutsche Steinkohlenbergbau ein Ende finden wird, schenkte das „schwarze Gold“ und der deutsch/italienische Künstler Renato Santarossa schenkte dem Energie-Erlebnis-Museum die Idee und die weiteren Materialien zur „Kohleglut“.

Santarossa hat fünf massive Glasschwerter zwischen den Kohlebrocken angeordnet. Sie erstrahlen in den dunklen Tagesstunden rot und lassen die Kohle scheinbar glühen. Die Idee hatte der Künstler als er vor Jahren in Dinslaken seine erste Grubenfahrt absolvierte, „ein Erlebnis, dass mich zutiefst berührte und mich zu dieser künstlerischen Interpretation inspirierte.“

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Bei der Übergabe der Skulptur von Renato Santarossa an das ENERGETICON wies Gesellschaftsversammlungsvorsitzender Axel Wirtz auf die besondere Symbolik dieser sechs Tonnen Prosper-Kohle hin: „Die eindrucksvolle Installation steht hier im regionalen  Museum für das erste stillgelegte Revier, dem Aachener Revier. Sie ist aber zugleich ein Monument für das nahe Ende der großen Kohleaera insgesamt.“

Geschäftsführer Harald Richter sieht in der „Kohleglut“ noch eine andere Bedeutung: „Als Endpunkt des Ausstellungsparcours erinnert das schwarze Monument den Besucher noch einmal eindringlich an die Zeit, in der das ENERGETICON noch Anna II  war und daran, dass die Verbrennung von Kohle der Hauptmotor der industriellen Revolution war und noch ist.“

Aus Mitteln der Regionalen Kulturförderung machte der LVR Transport und Aufbau der jüngsten Attraktion der ENERGETICON-Ausstellung möglich.