DIE GESCHICHTE VON SONNE & ERDE DIE GESCHICHTE VON SONNE & ERDE Hilfslidemain Hilfslidemain Hilfslidemain Hilfslidemain Hilfslidemain Hilfslidemain Hilfslidemain Hilfslidemain Hilfslidemain Hilfslidemain Hilfslidemain

DIE GESCHICHTE VON SONNE & ERDE

Die Sonne: Unser energetisches Zentralgestirn

DIE GESCHICHTE VON SONNE & ERDE

Solare Energieschatzkammer in der Schmiede

DIE GESCHICHTE DES FOSSIL-INDUSTRIELLEN ZEITALTERS

Als das ENERGETICON noch ein Bergwerk war: das ehemalige Steinkohlenbergwerk Anna II

DIE GESCHICHTE DES FOSSIL-INDUSTRIELLEN ZEITALTERS

Tagebau Inden

ENERGIEWENDE

Solarkraftwerk vor dem Braunkohlekraftwerk Weisweiler

DIE GESCHICHTE DES REGENERATIV-INDUSTRIELLEN ZEITALTERS

Solarturm-Kraftwerk der DLR in Jülich. Foto: DLR

DIE GESCHICHTE DES REGENERATIV-INDUSTRIELLEN ZEITALTERS

Regenerative Energien im OG-Kaue © Foto: T. Mayer

TAGUNGSORT ENERGETICON

Kongress des Fraunhofer Instituts für Lasertechnik ILT, Aachen

KLASSIK IM ENERGETICON

Mai Klassik Festival

JAZZ IM ENERGETICON

Samuel Schürmann und SWING IT

THEATER IM ENERGETICON

GRETA - das junge Grenzlandtheater Aachen

DIE GEBÄUDE DES ENERGETICON

Fördermaschinenhaus, Schmiede und Kaue © Foto: T. Mayer

BISTRO EDUARD

Die kulinarische Adresse im Schmiedegebäude des ENERGETICON

Erinnerungsstätte für den dunkelsten Tag Alsdorfs

Erinnerungsstätte_2Auch wenn er schon 86 Jahre zurückliegt, er schwebt auch heute noch wie ein Trauma über der Stadt Alsdorf, der 21. Oktober 1930. Die Katastrophe einer Schlagwetterexplosion auf Anna II raubte 271 Bergleuten das Leben, 300 erlitten Verletzungen. Das umstürzende Fördergerüst des  Eduardschachts zertrümmerte große Teile des Kauengebäudes mit Bürotrakt, und erschlug dabei unter anderem den Betriebsführer Übertage August Kleine, der dort sein Büro hatte.

Nur 30 Meter vom Unglücksschacht entfernt, in der ehemaligen Schwarzkaue, hat nun der Förderverein des ENERGETICON eine Erinnerungsstätte für dieses dramatische Ereignis Alsdorfer Stadtgeschichte aber auch allgemeiner Bergbaugeschichte errichtet. Die zweiteilige Installation besteht einerseits aus einer Gedenktafel mit den Namen der damals Verstorbenen und andererseits aus einem Großmosaik des seinerzeit renommierten Künstlers Wilhelm Geißler aus Köln. Geißler schuf dieses beeindruckende Untertagemotiv 1934. Das Werk hat im ENERGETICON nun seinen endgültigen Bestimmungsort erreicht, nachdem es über Jahrzehnte in den Gymnasien der Stadt Alsdorf (Gymnasium Brotfabrik, Neues Gymnasum Ofden) installiert war. Anstelle eines weiteren Umzugs in das künftige Gymnasium am Annapark, fand das Kunstwerk nun den Weg an den Ort der Katastrophe.

 

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Fördervereinsvorsitzender Alfred Sonders bedankte sich bei Ideengeber Hans Vorpeil, der von Lokalhistoriker Rudolf Bast und der Medienagentur Pixelcowboys unterstützt wurde. Sein Dank galt auch den Sponsoren RWE-Innogy, GSG GS, Sparkasse Aachen und den ausführenden Firmen. Der Knappenchor des Bergbaumuseumsvereins gab der Einweihungsfeier mit Gesangsbeiträgen den festlichen Rahmen.

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Mosaik und Gedenktafel sind nun Teil des ENERGETICON-Ausstellungsparcours und können von Besuchern insbesondere im Rahmen der monatlichen Steigerführungen besichtigt werden.  Der unmittelbar benachbarte Raum „Bilder der Arbeit“ zeigt zudem Bilder vom Unfallort und der Bestattung der Opfer. Ein Grund mehr das Alsdorfer Energie-Erlebnismuseum an der Konrad-Adenauer-Allee zu besichtigen. ENERGETICON Geschäftsführer Harald Richter begrüßte die Einrichtung dieser neuen Ausstellungsattraktion :  „Der Unfallschacht liegt mitten im ENERGETICON. Wir haben daher einen besonderem Bezug zu dieser Tragödie und daher auch eine besondere Verpflichtung, diese in Erinnerung zu halten.“

 

Jazz meets classic: Fusion perfekt!

Lucas Leidinger im ENERGETICON_2Welche Musik entsteht, wenn ein „klassisches“ Jazztrio auf ein klassisches Streicherquartett trifft, wenn beide „Bands“ zu einem Ensemble verschmelzen? Wie dies klingt erfuhren die Zuhörer des jüngsten Konzerts, dass die Kulturgemeinde Alsdorf und die ENERGETICON gGmbH im großen Saal des Fördermaschinenhauses veranstalteten. Um es vorweg zu nehmen:  Es war ein Musikerlebnis voller Spannungen, Musik genialer Kontraste, mal harmonisch versöhnlich, mal ruppig dissonant.

Der 28 Jahre junge Kölner Jazzpianist Lucas Leidinger hatte Matthias Akeo Nowak (kb) und Etienne Nillesen (perc) seines Jazztrios, und das bekannte Kölner Streicherquartett ALinde mit Eugenia Ottaviano (v), Guglielmo Dandolo Marchesi (v), Christoph Zander (br) und Hugh Mcgregor (vc)  um sich versammelt. Mit Italien, Großbritannien und Deutschland waren damit drei europäische Nationen im Ensemble vereint. „Eine schöne Erfahrung Europa in harmonischer Kooperation zu erleben,“ stellte ein Besucher fest. „Lucas Leidinger Trio & Strings“ war der neutrale Titel des Konzertes, bei dem alle Kompositionen aus der Feder Leidingers stammten.

Neben aufwühlenden Klangmalereien wie „Broken glas“ oder „Barking trees“ setzte die Programmfolge auch „versöhnliche Klänge“ (Leidinger) wie beispielsweise „The march oft he ants“. Das insgesamt vom Alter her sehr junge Ensemble zeigte neben sympathisch unbefangener Spielfreude auch tiefe Emotionalität bei spieltechnischer Perfektion. Lucas Leidinger verstand es immer wieder in freundlichen Zwischenmoderationen die Stücke auf persönliche Erlebnisse, insbesondere in seiner Kopenhagener Zeit, zu stellen.

Mit „Fusion als Grundidee des ENERGETICON-Kulturprogramms“ begründete Harald Richter, Geschäftsführer des ENERGETICON, die Auswahl des Konzertes :  Hatte vor zwei Monaten  das Sebastian Gramss Jazz-Quartett Zitate klassischer Werke in Jazzformate gewandelt, so zeigte bereits die Instrumentierung des Leidinger-Septetts eine andere Form von klanglich / kompositorischer Fusion: Dominierten in einigen Passagen harmonisch dichte, an Klassikmotive erinnernde Streichersätze, so zeigten andere groovendes Jazz-Feeling.

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Wie stets bei ENERGETICON-Konzerten sorgten auch an diesem Abend neben den musikalischen Highlights die inspirierende Atmosphäre und die wunderbare Akustik des Fördermaschinenhauses für ein begeistertes Publikum. „Dieser Spielort verlangt nach hochwertigen Musikformaten“, kündigte Geschäftsführer Erdmann Löven künftiges Engagement seiner Kulturgemeinde an.  

Schulkooperationen : 1. Projektbörse am Start

Projektboerse Schulkooperationen_2Trotz des letzten Schultags vor den Herbstferien fanden erfreuliche 17 von 27 Kooperationsschulen den Weg zur 1. Projektbörse des ENERGETICON. Sie waren vertreten durch 30 Teilnehmer/-innen.  Einleitend stellte Geschäftsführer Harald Richter als künftig verantwortliche Koordinatorin für Projekte zwischen Kooperationsschulen und ENERGETICON Frau Brigitte Richter vor.  Er erläuterte der Versammlung grundsätzliche organisatorische und finanzielle Aspekten der künftigen Zusammenarbeit.

Brigitte Richter präsentierte den anwesenden Lehrer/-innen als Startimpuls aus einer Ideensammlung von über 20 möglichen Projekten jeweils zwei zu den drei Projektfeldern Naturwissenschaft / Technik, Kunst / Gestaltung und Sozialkunde. Da ging es von Planung und Bau eines großflächigen Kreuzkrötenbiotops, über die künstlerische Gestaltung eines 22 Meter langen Rotorblatts mit einer Pottwal-Silhouette, bis hin zur vergleichenden heimatkundlichen Recherche zu Lebensstilen der Nachkriegszeit mit denen der Gegenwart und deren unterschiedlichen Energiebedarfen. Die  Anwesenden begrüßten diese Ideen und hielten sie für Unterrichtszwecke geeignet. 

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Frau Richter betonte, dass dem ENERGETICON daran gelegen sei, den Schulen Projektideen anzubieten, die im Rahmen der Lehrpläne platziert werden können. In jedem Falle solle nicht „für die Schublade“ gearbeitet werden sondern es gehe am Ende jeweils um die Realisierung der Projekte und deren öffentliche Präsentation im ENERGETICON.

Die lebhafte Diskussion im Plenum brachte konkrete Hinweise für die noch genauere organisatorische Einbindung der außerschulischen Projektarbeit in den „Schulalltag“. Spontan brachten einige Schulen einige Anregungen für inhaltliche Projektansätze ein, zum Beispiel an der Schnittstelle von Kunst und Technik. 

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Gleich nach den Herbstferien wird die Koordinatorin des ENERGETICON nun Kontakt zu den Schulen aufnehmen und die konkrete Projektauswahl und Terminierung organisieren. Die Pädagogin ist sicher, dass die heutige Versammlung die Zusammenarbeit zwischen den Kooperationsschulen und ihrem außerschulischen Lernort ins Rollen gebracht hat.

Besonders erfreulich: Die Städtische Realschule Alsdorf-Ofden konnte bereits erste Ansätze für eine neue Besucher-Rallye durch die Ausstellung des ENERGETICON vorstellen. Sie soll dazu beitragen, den Ausstellungsbesuchern die Handhabung der interaktiven Stationen noch deutlicher zu erläutern.   

RWTH mit Jubiläumskongress zu Gast im ENERGETICON

RWTH-Kongress-ERC_2Nach und nach liefen die Shuttlebusse und Elektroautos der RWTH-Institute auf dem Parkplatz des ENERGETICON ein. Sie transportierten die internationalen Teilnehmer/-innen des „Anniversary Annual Meeting 2016“ des E.on Energy Research Centers (ERC) an der RWTH von Aachen nach Alsdorf.

Über 130 Wissenschaftler aus aller Welt, in diesem Jahr insbesondere aus den USA, trafen sich auf Einladung des ERC-Direktors Prof. Dr. Rik W. De Doncker im Fördermaschinenhaus des ENERGETICON. Sie wollten sich im Rahmen einer Jubiläumsveranstaltung über 10 Jahre Forschung zu nachhaltigen urbanen Energiesystemen am ERC der RWTH aus erster Hand  informieren lassen. Professor De Doncker hatte das außergewöhnliche Ambiente des ENERGETICON für diesen Anlass ausgesucht, da seine Gäste hier das Spannungsverhältnis traditioneller, fossiler Energieversorgung und deren regenerativen Nachfolge in „aufregenden Erfahrungen“ (De Doncker) erleben können.

Auch der Rektor der RWTH, Prof. Dr.-Ing. Ernst Schmachtenberg und E.ON SE Vorstandsmitglied Dr. Wildberger würdigten in ihren Grußworten die Wahl des attraktiven  Veranstaltungsortes in Gebäuden einer ehemaligen Steinkohlengrube.

Nachdem die Teilnehmer/-innen im Tagesverlauf zahlreiche Statusberichte zu den verschiedensten Forschungs- und Lehrbereichen des ERC gehört hatten, wurden sie am Spätnachmittag, aufgeteilt in fünf Gruppen, von Besucherbegleitern des ENERGETICON durch dessen Ausstellung „Von der Sonne zur Sonne“ geführt. Sie zeigten sich beeindruckt sowohl von der plastischen Darstellungsweise als auch von ihren umfassenden Inhalten.

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Dr. Christian Haag, seit Jahren dem ERC eng verbunden, zog als Teilnehmer der Veranstaltung und als Kuratoriumsvorsitzender der ENERGETICON gGmbH, das Fazit, dass sich das ENERGETICON als Tagungslocation mit besonderer industriehistorischer Ausstrahlung, gerade auch für Events mit technischen Themen, dem internationalem Publikum bestens dargestellt habe.  

 

Moderne CSP-Technik für das ENERGETICON

Solaranlage aus Herzogenrath_2Der Solaringenieur Günther Kunz machte es möglich :  Er spendet dem ENERGETICON ein Exponat, das den modernsten Stand der Solarthermie wiederspiegelt. „Wiederspiegelt“ ist hier wörtlich zu nehmen, besteht die Rinnenkollektor-Anlage doch aus drei großen gewölbten, steuerbaren Spiegeln, die das Licht der Sonne bündeln und konzentriert auf einen mittig angeordneten Receiver reflektieren. „Das ist ein richtiges Sonnenkraftwerk,“ bezeichnet Kunz die Anlage und übersetzt CSP mit concentrated solar power (konzentrierte Sonnenenergie).

Die Anlage stand vier Jahre in Herzogenrath, konnte dort jedoch wegen steuerungstechnischer Probleme im Bereich der Focusierung nicht in Betrieb genommen werden. „Für uns kein Problem,“ sagt Geschäftsführer Harald Richter, „ im Kontext der ENERGETICON-Ausstellung soll das Modul lediglich das physikalische Prinzip der CSP-Technik demonstrieren.“ Kunz und Richter lassen noch offen, ob in einem späteren Schritt, die Anlage doch noch in praktischen Betrieb gehen soll. Im ENERGETICON findet die Anlage ihren Platz im Außenausstellungsbereich, der sich mit regenerativen Energiewandlertechniken befasst.

Die Finanzierung des aufwändigen Transports von Herzogenrath nach Alsdorf sponserte der Energieversorger Enwor. Pressesprecherin Ina Albersmeier : „ Wir fördern das ENERETICON gerne, da es als außerschulischer Lernort junge Menschen an energietechnische Berufsfelder heranführt.“ Ragnar Migenda, technischer Beigeordneter der Stadt Herzogenrath unterstreicht dies :  „ Als Gesellschafter der ENERGETICON gGmbH waren wir gerne bereit die Translocierung verwaltungsseitig zu unterstützen.“

Günther Kunz stellt dem ENERGETICON ebenfalls in Kürze zu Demonstrationszwecken zwei weitere solarthermische Aggregate zur Verfügung. Hierbei handelt es sich um eine Fresnelsteuerung und um eine weitere CSP-Anlage mit gedoppelter Reflektionstechnik. „Das ENERGETICON war immer als wachsendes Projekt konzipiert,“ erinnert Richter an dessen Ursprünge, „auch im Ausstellungsbereich Windenergie wird sich bald noch etwas tun.“

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