Der Haldenlandschaftspark AnnA

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Auf etwa 100 Hektar haben die beiden Gruben der ehemaligen Annabetriebe drei große Bergehalden mit einem Schüttvolumen von etwa 35 Millionen Kubikmeter aufgefahren: Anna I, Anna II, Anna (Noppenberg). Im Aachener Steinkohlenrevier ist ein derartiges Haldenensemble einzigartig. Diese „Pyramiden des Bergbaus“ prägen in besonderer Weise die Alsdorfer Stadtsilhouette. Sie sind weithin sichtbare, dauerhafte Zeugnisse der vergangenen fossilen Energiewirtschaft im Aachener Steinkohlenrevier. In eindringlicher Weise machen sie deutlich, welchen Aufwand Menschen betrieben haben und noch immer betreiben, um an historische Sonnenenergie, die in der Kohle gespeichert ist, zu gelangen. Geotransformation: was die Erdgeschichte tief im Inneren der Erdkruste abgelagert hat, fördern die Menschen des Kohlezeitalters an die Oberfläche.

Die zwischenzeitlich weitgehend begrünten Bergehalden stehen unter Naturschutz. Sie bieten seltenen Arten ein großflächiges Refugium. Anna I  und Anna II befinden sich noch im Eigentum des Eschweiler Bergwerkvereins. Anna (Noppenberg) ist 2017 an einen Privatbesitzer veräußert worden. Während Anna und Anna II noch unter Bergrecht stehen, unterliegt Anna (Noppenberg) seit 1999 nicht mehr der Bergaufsicht. Sie ist mit etwa 110 Metern über Flur die höchste Bergehalde des ehemaligen Aachener Steinkohlenreviers und bietet von ihrem Plateau aus einen eindrucksvollen Panoramablick über weite Teile der Euregio Maas/Rhein und den Landmarken der dortigen Energiewirtschaft (Berge- und Abraumhalden, Tagebaue).

Geplant ist eine naturverträgliche Öffnung der Halde Anna (Noppenberg) auf einem Teil bestehender Wege für Fußgänger. Gestaltungsprinzip ist die Selbstinszenierung der rauen Natur in dieser industriellen Folgelandschaft. Die ENERGETICON gGmbH bietet fachlich begleitete Exkursionen auf Anna (Noppenberg) an.

Tipp: Die gesamte Haldenlandschaft des ehemaligen Wurmreviers lässt sich per Fahrrad über die sogenannte Halden-Route der StädteRegion erkunden (www.staedteregion-aachen.de/halden-route)

Die Energielandschaft AnnA: Drei Halden zwischen Stadt und Landschaft

Die Halde Anna (Noppenberg) aus der Vogelperspektive :  Mit 110 m über Flur ist sie die höchste Bergehalde des ehemaligen Aachener Reviers. Foto: Gerhard Curdes

 

Informationsstelen zum Haldenlandschaftspark AnnA

Auf der Grünanlage vor dem ENERGETICON weisen drei thematische Info-Stelen auf auf den Haldenlandschaftspark AnnA hin. In drehbaren Modulen geben sie dem Besucher erste Informationen über das "Haldenensemble", den "Lebensraum" und den "Bedeutungswandel" der drei Alsdorfer Bergehalden, sollen neugierig machen auf einen Besuch dieser "Pyramiden des Bergbaus".