Samstag 24 Feb 2018
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Die Geschichte von Sonne & Erde

Die Sonne: Unser energetisches Zentralgestirn.

Die Geschichte von Sonne und Erde

Solare Energieschatzkammer in der Schmiede 

Die Geschichte des fossil-industriellen Zeitalters

Als das ENERGETICON noch ein Bergwerk war: das ehemalige Steinkohlenbergwerk Anna II

Energiewende

Solarkraftwerk vor dem Braunkohlekraftwerk Weisweiler

Die Geschichte des regenerativ-industriellen Zeitalters

Solarturm-Kraftwerk der DLR in Jülich. Foto: DLR

Die Geschichte des regenerativ-industriellen Zeitalters

Regenerative Energien im OG-Kaue © Foto: T. Mayer

Führungen im ENERGETICON

Führung einer Seniorengruppe im Untertagebereich

Führungen im ENERGETICON

Eine Gruppe übertage

Tagungsort ENERGETICON

Kongress des Fraunhofer Instituts für Lasertechnik ILT, Aachen

Diskussionsforum ENERGETICON

Wirtschaft und Wissenschaft: Energiedialog

Klassik im ENERGETICON

Mai Klassik Festival: Trio Testore

Jazz im ENERGETICON

 Samuel Schürmann und "Swing it" 

Rock im ENERGETICON

Städteregionales Kulturfestival: SignalX-Performance

Theater im ENERGETICON

GRETA - das junge Grenzlandtheater Aachen

Kunst im ENERGETICON

Fotoausstellung "Energiereich - Bergbau"

Die Gebäude des ENERGETICON

Fördermaschinenhaus, Schmiede und Kaue © Foto: T. Mayer

Bistro Eduard

Die kulinarische Adresse im Schmiedegebäude des ENERGETICON.

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Hobelstreb nun komplett aufgebaut

Erstellt: Donnerstag, 15. Februar 2018 15:25.

Ausbau Hobelstrecke_3„Gutes Werkzeug ist halbe Arbeit“ sagt der Volksmund, und wie Recht er hat. Denn ohne den starken Achttonnen-Gabelstapler der Firma Franz Plum wäre der Aufbau des Hobelstrebs im Bergbauteil der ENERGETICON-Ausstellung nur schwerlich möglich gewesen.

Vor den beiden Panzerschilden, die das Alsdorfer Energie-Erlebnis-Museum kürzlich von der Zeche Prosper Haniel in Bottrop geschenkt bekommen hatte, ist nun der Hobel mit Gleithobelanlage fachgerecht platziert worden. Komplettiert wird das Untertage-Ensemble durch einen hydraulischen Schreitausbau. Die ehemaligen Bergleute Dieter Macko und Peter Kohnen hatten die Schilde hochgefahren, mit „Bordmitteln“. Bergleute mussten sich immer zu helfen wissen kommentierten die Beiden trocken.

Das Technikpersonal des ENERGETICON unterstütze die tatkräftig zulangenden Senioren des Arbeitskreises Bergbau Fritz Ebbert, Erwin Dreschers und Dieter Macko bei der Installation der Strebszene. Nun können in Kürze Besucher der Ausstellung künftig gebückt durch die Schilde in die Strecke gehen. „So bekommen Sie ein gutes Gefühl für die Situation im Streb“, kommentiert Macko das Ergebnis. Die Strecke selbst ist nun bestückt mit einer Untertage-Diesellok nebst Förderwagen.

Ausbau Hobelstrecke_1

„Ich bin sehr froh, dass unsere Senioren immer wieder ihr Fachwissen und ihre Bergbaubegeisterung in den Ausbau des ENERGETICON einbringen“, freut sich Geschäftsführer Harald Richter. Die Ausstellung des Energie-Erlebnis-Museums wächst immer wieder um neue Exponate.

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Bohrbeginn im Eduardschacht

Erstellt: Freitag, 12. Januar 2018 07:52.

Bohrbeginn im Eduardschacht_2Vor fast 25 Jahren haben Bergmänner des EBV den Eduardschacht und andere Schächte des Aachener Steinkohlenreviers mit Beton verfüllt. Einige bis zur Sohle der Schächte, andere erhielten eine Art Stopfen, der sie zur Erdoberfläche hin dauerhaft verschloss. Damals hat niemand daran gedacht, dass diese Verschlüsse noch einmal geöffnet würden; die untertägigen Grubengebäude schienen auf ewig verschlossen.

Anders ist dies beim ehemaligen Anna II-Schacht Eduard, der mitten im Außengelände des Alsdorfer Energie-Erlebnis-Museums ENERGETICON liegt: Hier soll das warme Wasser, dass sich in den letzten 25 Jahren im Schacht gesammelt hat, als besondere Form der Erdwärmequelle zur Gewinnung von Raumwärme für das Museum genutzt werden.

Die ursprüngliche Planung, die Wärmesonde durch eine vorhandene ehemalige Hauptentgasungsleitung durch den Betonstopfen in das warme Wasser im Schacht zu führen war nicht umsetzbar. Ein in technischen Unterlagen nicht dokumentierter , massiver Verschluss dieser Leitung machte diese Lösung unmöglich. Die ENERGETICON gGmbH als Projektträger des Grubenwasserthermieprojektes GrEEN muss daher einen neuen Zugang für die Sonde durch den über 150 Meter mächtigen Betonverschluss des Schachtes herstellen lassen.

Hierzu ist mächtiges Bohrgerät und jede Menge Erfahrung nötig. Die münsterländische Firma Daldrup verfügt über beides. Sie führt die Bohrung aus. Der Mann am Bohrgerät ist Dimitri Bergen. Mit der Gelassenheit des erfahrenen „Drillers“ wird er sich in den nächsten zwei bis drei Wochen durch den Betonpfropfen hindurch arbeiten.

Bohrbeginn im Eduardschacht_3

Nach langen und komplizierten technischen und rechtlichen Vorbereitungsarbeiten  dreht sich nun endlich der Bohrer im Eduardschacht des ENERGETICON.

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Das Netzwerk erzählte Geschichte ist gestartet!

Erstellt: Montag, 11. Dezember 2017 15:27.

Netzwerk erzählte Geschichte_2- Erste Veranstaltung der neuen Reihe war ein voller Erfolg - 

Das ENERGETICON will Brücken bauen zwischen den Generationen, die die Bergbauzeit im Aachener Revier noch erlebt und aktiv gestaltet haben und den neuen Generationen, für die diese Kohlezeit nur Geschichte ist. Heimatkunde im besten Sinne, lebendiger Geschichtsunterricht an einem außerschulischen Lernort. Das ENERGETICON initiierte für diesen Dialog der Generationen das „Netzwerk erzählte Geschichte“ mit den Netzwerkpartnern Bergbaumuseumsverein Grube Anna, Alsdorfer Geschichtsverein und dem Pro ENERGETICON-Förderverein.

Die Idee: Anders als in den traditionellen Erzählcafes, in denen ältere Menschen beieinander sitzen und sich von „alten Zeiten“ erzählen, stellen   Junge Menschen Fragen an Zeitzeugen, die den jungen Menschen „von früher“ berichten. Erlebtes, authentisch vermitteltes Geschichtswissen.

Die Auftaktveranstaltung des „Netzwerks erzählte Geschichte“ war ein voller Erfolg. Fünfzehn Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe des Alsdorfer Dalton-Gymnasiums trafen sich im Panoramaraum des ENERGETICON mit den Zeitzeugen Rudolf Bast (Geschichtsverein), Erwin Dreschers (ENERGETICON), Fritz Ebbert (Bergbaumuseumsverein Grube Anna) und Dieter Macko (Pro ENERGETICON e.V.). Die Gymnasiasten hatten im Unterricht mit Lehrerin Jasmin Engel über 20 Fragen vorbereitet, die sich mit einer breiten Palette um das Arbeits- und Privatleben der Kohlegenerationen drehten.

Netzwerk erzählte Geschichte_3

Mit einer kleinen Reihe historischer Bilder aus der Bergbauzeit des heutigen Standortes des Kultur- und Bildungszentrums, zu dem auch das Gymnasium gehört, eröffnete die leitenden Museumspädagogin des ENERGETICON, Brigitte Richter das Treffen der Generationen. Von ihr sympathisch moderiert erfuhren die jungen Menschen in den folgenden zwei Stunden viel über die Ausbildungs- und Lebensläufe junger Bergleute, über die Ängste der Frauen wegen des gefährlichen Berufs der Kumpel, über Kameradschaft und Zusammenhalt unter Tage, über Einkommen und Tagesabläufe der Bergleute oder über die Bedeutung der Kohle für den Wiederaufbau des zerstörten Deutschland nach dem 2. Weltkrieg. Auch zu Fragen wie die Integration ausländischer Arbeitskräfte, das nackte Miteinander in der Waschklaue oder über gesundheitliche Schädigungen der Schwerstarbeit unter und über Tage blieben die Senioren-Zeitzeugen keine Antwort schuldig.

Netzwerk erzählte Geschichte_4

Den Gymnasiasten hatte die erste Netzwerk-Veranstaltung sehr gut gefallen wie von ihnen zu erfahren war, so spannend und lebendig kann Geschichtsunterricht sein. Und die Netzwerkpartner waren sich nach dieser ersten sehr positiven Erfahrung sicher:  Die Reihe Netzwerk erzählte Geschichte wird fortgesetzt mit immer wieder anderen Schülern von immer wieder anderen Schulen mit immer wieder anderen Zeitzeugen. Das ENERGETICON und seine Netzwerkpartner werden weiter an der Generationenbrücke bauen.

Museumspädagogin Richter wird interessierten Schulen in Kürze einen „Themenpool“ anbieten, aus dem sich die Schulen je nach ihrer Interessenlage Themen für die künftigen  Generationendialoge aussuchen können.

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Gedenken an einen fast vergessenen Unfall

Erstellt: Montag, 04. Dezember 2017 14:45.

 Gedenkfeier Grubenunglück_3- Stilvolle Gedenkfeier im ENERGETICON - 

Der schwere Bergbauunfall vom 30. Oktober 1930 hat sich tief in das kollektive Gedächtnis von Alsdorf und der Region eingebrannt. Aber der 29. November 1917 ?  An diesem Tag erschütterte das zweitschwerste Unglück auf Anna Alsdorf aber auch das gesamte Deutsche Reich. 58 Tote, davon 17 russische Kriegsgefangene, sowie 40 Verletzte waren zu beklagen. Eine defekte Benzollok hatte ein Feuer untertage auf Anna I  ausgelöst. Lediglich ein Gedenkstein auf dem Alsdorfer Nordfriedhof erinnert an die Katastrophe auf Anna I.

Genau 100 Jahre nach dieser Tragödie, veranstaltete der Alsdorfer Geschichtsverein gemeinsam mit dem Verein Bergbaumuseum Grube Anna im ENERGETICON eine Gedenkfeier. „Eine Veranstaltung gegen das Vergessen“, wie es Franz Josef Müller-Maqua, Vorsitzender des Geschichtsvereins, formulierte. „Wir wollen den Toten jenseits von nüchternen Zahlen ihre Individualität zurückgeben“, kommentierte Kehren, als die lange Liste ihrer Namen über die Leinwand lief.

Gedenkfeier Grubenunglück_1

Karl Peter Schröder und Georg Kehren rezitierten  abwechselnd mit Franz Josef Müller-Maqua Tageszeitungen von 1917, die eindrucksvoll die reichsweite Bestürzung über die Katastrophe auf Anna verdeutlichten. Mitten im Ersten Weltkrieg waren Tote an der „Heimatfront“, in der kriegswichtigen Bergbauindustrie zu beklagen. Die Quellenlage sei nicht sehr ergiebig und Fotos vom 29. November 19917 habe man biosher noch gar nicht gefunden, forderte Kehren die Bürgerschaft auf gegebenenfalls noch privat vorhandene Dokumente den Veranstaltern zu melden.

Gedenkfeier Grubenunglück_4

Für die emotionale Tiefe dieser hervorragend und angemessen gestalteten Veranstaltung sorgte Professor Hans-Christian Schweiker, Kammermusikfreunden bekannt als Intendant des jährlichen ENERGETICON-Mai Klassik-Festivals. Mit drei ergreifend melancholisch  interpretierten Cello-Solo Suiten von J. S. Bach leitete er die Gedenkfeier ein, und untermalte musikalisch einen Stummfilm zum Unglück von 1930. Die zahlreichen Besucher zeigten sich sichtlich berührt von einer stilvollen Feier gegen das Vergessen an den Unfall von 1917.

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Starke Symbolik in Stahl

Erstellt: Montag, 04. Dezember 2017 14:39.

Schildtransfer- Prosper Haniel schenkt dem ENERGETICON Schildausbaue - 

Wenn die letzte noch aktive Zeche des Ruhrgebiets, kurz vor ihrer eigenen Schließung, dem Aachener Revier, als dem ersten stillgelegten Steinkohlerevier Deutschlands, ein großes, schwergewichtiges Geschenk macht, so ist dies ein Transfer mit starker Symbolkraft. Prosper Haniel und einer Zeche in Ibbenbüren werden Ende nächsten Jahres ihren Betrieb einstellen; das Aus für den deutschen Steinkohlenbergbau.

Der Vorstand hatte dem Antrag der ENERGETICON gGmbH stattgegeben und dem Alsdorfer Energie-Erlebnis-Museum, das auch die Bergbauvergangenheit im Bewusstsein des Aachener Reviers wach hält, die Stiftung von zwei Schildausbauen zugesagt. Diese Untertagemonster, jedes 10 Tonnen schwer, komplettieren nun den „fossilen Abschnitt“ des Ausstellungsparcours.

Begleitet wurde der Transport von Bottrop nach Alsdorf von den ehemaligen Alsdorfer Bergleuten Fritz Ebbert und Dieter Macko vom Arbeitskreises Bergbau im ENERGETICON, und den zwei Bergleuten Dolfen und Sagenschneider von der Zeche Prosper Haniel. Trotz kaltem, regnerischem Herbstwetter dauerte es nur wenige Minuten bis die Stahlkolosse per Autokran vom LKW an ihren neuen Standort platziert waren. Die Bottroper und Alsdorfer Kumpel legten dabei gemeinsam Hand an.

Als nächstes werden die Schilde „aufgefahren“, damit ENERGETICON-Besucher sich künftig wie  echte Bergleute durch die Schilde bewegen können. In einigen Tagen finden noch die Rahmen und der Hobel ihren neuen Bestimmungsort neben und vor den Schilden. „Dann können wir endlich eine komplette Abbau-Funktionseinheit in unserer Außenausstellung zeigen“, begeistert sich Geschäftsführer Harald Richter über den Zuwachs seines Museums.

Eine weitere symbolhafte Begebenheit gab der Transaktion eine besondere Note : Bergmann Dolfen kehrte mit dem Geschenk aus Bottrop an seine bergmännischen Ursprünge zurück, hatte er auf Anna doch seine bergbauliche Ausbildung absolviert bevor er im Rahmen der Stilllegung des Aachener Reviers ins Ruhrgebiet wechselte.

Richter dankte der NRW-Stiftung, die den Transport und die Inszenierung der Schilde finanziert hatte und der Firma Franz Plum, die wie gewohnt diese Arbeiten routiniert  durchführten.

Veranstaltungskalender